Eine Limit-Order ist eine Orderart, bei der du den Kurs festlegst, zu dem der Handel ausgeführt werden soll. Mit einer Limit-Order kannst du eine Aktie künftig zu einem festgelegten Kurs kaufen oder verkaufen. Die Order wird erst ausgeführt, wenn die Aktie den festgelegten Kurs oder einen besseren Kurs erreicht.
Ein Anleger, der eine Aktie für $20 kaufen möchte, könnte beispielsweise eine Limit-Order eingeben. Wird die Aktie aktuell zu $21 gehandelt, kann er dennoch einen Zielkurs von $20 festlegen. Erreicht der Kurs $20 nicht, wird die Order jedoch nicht ausgeführt. Limit-Orders eignen sich für Anleger, die Aktien zu einem vorab festgelegten Kurs oder Kursniveau und nicht zum aktuellen Marktkurs kaufen oder verkaufen möchten.
Sie schützen Anleger vor plötzlichen Kursänderungen am Markt und stellen sicher, dass sie den gewünschten Kurs für ihre Wertpapiere erhalten. Beachte jedoch, dass die Ausführung einer Limit-Order nicht garantiert ist, da der Marktkurs den festgelegten Kurs möglicherweise nie erreicht.
Was ist eine Kauf-Limit-Order in Invest/ISA?
Sie soll eine Abwärtsbewegung des Aktienkurses nutzen und einen Markteinstieg ermöglichen 📉. Wird eine Aktie beispielsweise aktuell zu $50 pro Aktie gehandelt, könnte ein Anleger eine Kauf-Limit-Order bei $45 pro Aktie aufgeben. Fällt der Aktienkurs auf $45 oder darunter, kann der Anleger die Aktie zu diesem oder einem niedrigeren Kurs kaufen. Fällt der Aktienkurs dagegen nicht auf den festgelegten Kurs, wird die Order nicht ausgeführt.
Wird der Zielkurs nicht unter dem aktuellen Briefkurs festgelegt, wird die Order sofort ausgeführt, sofern der aktuelle Briefkurs im Verhältnis zum voreingestellten Wert unter dem Zielkurs liegt.
So richtest du eine Kauf-Limit-Order ein:
- Wähle das gewünschte Instrument aus.
- Tippe auf „Kaufen“ und anschließend auf „Limit“.
- Wähle die Anzahl der Aktien aus.
- Lege einen Kurs unter dem aktuellen Kurs fest, zu dem du die Aktien kaufen möchtest.
- Prüfe die Angaben und sende die Order.
Was ist eine Verkaufs-Limit-Order in Invest/ISA?
Sie soll einen Gewinn aus einer bereits eröffneten Position sichern, wenn sich der Marktkurs des gehandelten Instruments nach oben bewegt 📈. Wird eine Aktie beispielsweise aktuell zu $50 pro Aktie gehandelt, könnte ein Anleger eine Verkaufs-Limit-Order bei $55 pro Aktie aufgeben. Die Order wird nur ausgeführt, wenn der Aktienkurs auf den festgelegten Kurs steigt.
Wird der Zielkurs nicht über dem aktuellen Geldkurs festgelegt, wird die Order sofort ausgeführt, sofern der aktuelle Geldkurs im Verhältnis zum voreingestellten Wert über dem Zielkurs liegt.
So richtest du eine Verkaufs-Limit-Order ein:
- Wähle das gewünschte Instrument aus.
- Tippe auf „Verkaufen“ und anschließend auf „Limit“.
- Wähle die Anzahl der Aktien aus, die du verkaufen möchtest.
- Lege einen Kurs über dem aktuellen Kurs fest, zu dem du die Aktien verkaufen möchtest.
- Prüfe die Angaben und sende die Order.
📄 Hinweis
Eine Limit-Order bleibt ausstehend und die für ihre Ausführung benötigten Gelder bleiben gesperrt, bis der Zielkurs erreicht wird. Sie kann nur geändert werden, indem sie storniert oder durch eine neue Order derselben oder einer anderen Art ersetzt wird.
Vorteile von Limit-Orders
Einer der wichtigsten Vorteile einer Limit-Order besteht darin, dass Anleger mehr Kontrolle über den Kurs haben, zu dem sie Wertpapiere kaufen oder verkaufen. Durch die Festlegung eines Limitkurses können Anleger sicherstellen, dass sie Wertpapiere nur zu einem Kurs kaufen oder verkaufen, mit dem sie einverstanden sind. Dies kann insbesondere in volatilen Märkten wichtig sein, in denen sich Kurse schnell verändern. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich eine Limit-Order an die jeweilige Anlagestrategie und die Ziele des Anlegers anpassen lässt.
Nachteile von Limit-Orders
Einer der wichtigsten Nachteile einer Limit-Order besteht darin, dass ihre Ausführung nicht garantiert ist. Erreicht der Marktkurs den Limitkurs nie, wird die Order möglicherweise nicht ausgeführt und der Anleger verpasst unter Umständen eine Gelegenheit zum Kauf oder Verkauf des Wertpapiers. Ein weiterer Nachteil ist, dass Limit-Orders länger zur Ausführung benötigen können als Market-Orders.
Da der Marktkurs bei Limit-Orders den festgelegten Kurs erreichen oder überschreiten muss, kann die Ausführung einige Zeit dauern. Diese Verzögerung kann insbesondere in schnelllebigen Märkten problematisch sein, in denen sich Kurse rasch verändern.
Limit-Orders und Kurslücken: Wie wirken sich Kurslücken auf Limit-Orders aus?
Eine Kurslücke kann dazu führen, dass eine Limit-Order zu einem besseren Kurs als dem Zielkurs ausgeführt wird. Gibt ein Trader beispielsweise eine Limit-Order zum Kauf einer Aktie bei $60 auf, die Aktie eröffnet aufgrund einer plötzlichen Kurslücke jedoch bei $50, kann die Order bei $50 ausgeführt werden, obwohl der Kauf ursprünglich zu einem höheren Kurs vorgesehen war.