Eine Stop-Order ist eine Order zum Kauf oder Verkauf einer Aktie, sobald sie einen bestimmten Preis, den Stop-Preis, erreicht. Eine Stop-Order weist deinen Broker an, einen Trade auszuführen, wenn sich der Aktienkurs gegen dich bewegt, und begrenzt dadurch deine Verluste.
Stop-Orders eignen sich, um Gewinne zu schützen und Verlustrisiken zu begrenzen. Mit einer Stop-Order legst du ein Sicherheitsnetz unter deinen Trade. Fällt der Aktienkurs unter deinen Stop-Preis, verkauft dein Broker deine Aktien automatisch und begrenzt so deine Verluste. Es gibt zwei Arten von Stop-Orders: Stop-Kauforders und Stop-Verkaufsorders. Sobald der Stop-Preis erreicht wird, wird die Stop-Order zu einer Market-Order und anschließend zum besten aktuell verfügbaren Preis ausgeführt.
Was ist eine Stop-Kauforder in Invest/ISA?
Eine Stop-Kauforder wird verwendet, um eine Aktie zu kaufen, sobald sie einen bestimmten Preis erreicht. Wenn du zum Beispiel eine Aktie kaufen möchtest, die aktuell bei 50 $ gehandelt wird, sie aber erst kaufen möchtest, wenn sie über 55 $ steigt, kannst du eine Stop-Kauforder mit einem Stop-Preis von 55 $ eingeben. Erreicht die Aktie 55 $, führt dein Broker den Trade automatisch zum besten verfügbaren Preis aus.
So richtest du eine Stop-Kauforder ein:
- Wähle ein Wertpapier aus und tippe auf „Kaufen“.
- Öffne das Ordertyp-Menü und wähle „Stop-Order“.
- Gib einen Preis über dem aktuellen Kurs ein, bei dem die Order ausgelöst werden soll. Alternativ kannst du mit den Prozentoptionen einen Abstand zum aktuellen Kurs festlegen.
- Tippe auf „Speichern“.
- Gib die Stückzahl ein, die du kaufen möchtest.
- Überprüfe und bestätige die Order.
Was ist eine Stop-Verkaufsorder in Invest/ISA?
Eine Stop-Verkaufsorder wird verwendet, um eine Aktie zu verkaufen, sobald sie einen bestimmten Preis erreicht. Wenn du zum Beispiel eine Aktie hältst, die aktuell bei 50 $ gehandelt wird, und deine Verluste begrenzen möchtest, falls der Kurs unter 45 $ fällt, kannst du eine Stop-Verkaufsorder mit einem Stop-Preis von 45 $ eingeben. Erreicht die Aktie 45 $, führt dein Broker den Trade automatisch zum besten verfügbaren Preis aus und verkauft die Aktie.
So richtest du eine Stop-Verkaufsorder ein:
- Wähle ein Wertpapier aus und tippe auf „Verkaufen“.
- Öffne das Ordertyp-Menü und wähle „Stop-Order“.
- Gib einen Preis unter dem aktuellen Kurs ein, bei dem die Order ausgelöst werden soll. Alternativ kannst du mit den Prozentoptionen einen Abstand zum aktuellen Kurs festlegen.
- Tippe auf „Speichern“.
- Gib die Stückzahl ein.
- Überprüfe und bestätige die Order.
📄 Hinweis
Eine Stop-Order bleibt ausstehend. Die für ihre Ausführung benötigten Mittel werden blockiert, bis der Zielpreis erreicht ist. Sie kann nicht geändert werden, sondern muss storniert und durch eine neue Order desselben oder eines anderen Typs ersetzt werden.
Was passiert, wenn mein Stop-Preis bei einer Kauforder unter dem aktuellen Kurs oder bei einer Verkaufsorder darüber liegt?
Du siehst einen Hinweis, dass die Order möglicherweise sofort ausgeführt wird. Du kannst den Preis trotzdem speichern und die Order aufgeben.
📄 Hinweis
Bei Stop-Kauforders kannst du bis zu 95 % deines verfügbaren Guthabens verwenden. Da die Order nach dem Auslösen zum Marktpreis ausgeführt wird, schützt dich dieser Puffer vor einem negativen Kontostand, wenn sich der Kurs schnell bewegt.
Vorteile von Stop-Orders
Einer der wichtigsten Vorteile von Stop-Orders ist ihre Wirksamkeit beim Risikomanagement. Durch das Festlegen eines Stop-Preises können Anleger sicherstellen, dass ihre Positionen automatisch verkauft werden, wenn der Aktienkurs unter ein bestimmtes Niveau fällt. Das kann dabei helfen, erhebliche Verluste bei einem plötzlichen Marktrückgang zu vermeiden. Stop-Orders sind außerdem flexibel und können an die individuellen Bedürfnisse eines Anlegers angepasst werden.
Anleger können zum Beispiel je nach ihrer persönlichen Risikobereitschaft unterschiedliche Stop-Preise für verschiedene Positionen festlegen. Darüber hinaus können Stop-Orders in Echtzeit angepasst werden, sodass Anleger schnell auf veränderte Marktbedingungen reagieren können.
Nachteile von Stop-Orders
Der wichtigste Nachteil von Stop-Orders besteht darin, dass sie in Phasen hoher Marktvolatilität möglicherweise nicht wie beabsichtigt ausgeführt werden. In schnelllebigen Märkten können die Kurse stark schwanken. Dadurch kann eine Stop-Order weit unter dem vorgesehenen Preis ausgeführt werden. Für Anleger, die ihre Verluste mit einer Stop-Order begrenzen möchten, kann dies zu erheblichen Verlusten führen.
Stop-Orders und Kurslücken: Wie wirken sich Kurslücken auf Stop-Orders aus?
Stop-Orders können durch Kurslücken am Markt beeinflusst werden. Eine Kurslücke entsteht, wenn zwischen dem Schlusskurs eines Wertpapiers und seinem Eröffnungskurs am nächsten Handelstag ein erheblicher Unterschied besteht. Dadurch kann eine Stop-Order zu einem Preis ausgeführt werden, der deutlich vom festgelegten Stop-Preis abweicht. Das kann passieren, weil Stop-Orders ausgelöst werden, sobald der Marktpreis eines Wertpapiers den vom Anleger festgelegten Stop-Preis erreicht oder überschreitet.
Wenn der Marktpreis den Stop-Preis durch eine Kurslücke überspringt, kann die Stop-Order weit vom vorgesehenen Preis entfernt ausgeführt werden. Ein Anleger gibt zum Beispiel eine Stop-Verkaufsorder für eine Aktie mit einem Stop-Preis von 50 $ auf. Über Nacht werden jedoch Nachrichten veröffentlicht, durch die die Aktie zur Markteröffnung auf 40 $ fällt. Wird die Stop-Order bei der Markteröffnung ausgelöst, kann sie deutlich unter dem vorgesehenen Stop-Preis von 50 $ ausgeführt werden.